Header-Bild
← Zurückgehen
Zurück zum Autor

Interview mit: Michael Frank Kromarek

Wie viele Bücher haben Sie bisher veröffentlicht?
Ich habe bisher 5 Bücher veröffentlicht, 2 davon zusätzlich in französischer Sprache.

Seit wann schreiben Sie?
In nennenswerter Form seit 2008.

Was war Ihr erstes Buch?
Mein erstes Buch trägt den Titel "Sippenhaft - Das Erbe meines Vaters".

Was hat Sie zum schreiben gebracht?
Die Lust am Erzählen, an der deutschen Sprache und der entsprechenden Literatur - natürlich auch der nicht-deutschen. Habe ja auch anfänglich erst Germanistik studiert und bin dann zur Rechtswissenschaft gewechselt, der ich bis zum Volljuristen treu geblieben bin.

Zu welcher Tageszeit schreiben Sie am liebsten?
Eigentlich zu jeder. Es kommt auf meine "Gestimmtheit" an.

Was inspiriert Sie?
Mich inspirieren die Geschichte, das Leben, die Beschäftigung mit unterschiedlicher Charaktere, andere Schriftsteller.

Wo, in welcher Umgebung, schreiben Sie?
Ich bin auch freischaffender Maler - mit eigenem Atelier, in dem ich am liebsten schreibe.

Trinken oder essen Sie während Sie schreiben?
Wenn ich schreibe, schreibe ich: kein Essen oder Trinken à côté, keine Musik, keine Störung.

Hören Sie Musik dabei? Wenn ja, welche?
Wie vor.

Planen Sie oder schreiben Sie einfach drauf los?
Ich mache immer erst einen Plan: Aufteilung des Stoffs in Kapitel – mit den wesentlichen Inhalten. Danach ein wirkliches Manuskript – mit Füller, dann erst die erste getippte Fassung. Bis zur letzten ist es dann noch immer weit.

Welche Art von Büchern lesen Sie persönlich gern?
Ich lese im Augenblick alles, wozu ich bisher nicht die rechte Zeit hatte - von Homer über Cervantes, Gide, Hemmingway, Grass, Eco, aber auch Follet, Dan Brown, Cohen, Moravia, Menasse, Allende, Camus… Natürlich auch Krimis, englische, amerikanische, skandinavische, deutsche.

Wer ist in der Schriftstellerwelt Ihr Vorbild?
Ich habe kein spezielles Vorbild, dem ich nachzuschreiben versuche. Allerdings haben mich in Schulzeiten Böll, Borchert, Döblin und alle Klassiker geprägt (auch wenn das nicht immer zum Vorschein kommt).

Wenn Sie nicht schreiben würden, was wäre dann Ihre Erfüllung?
Meine Erfüllung liegt nach abgeschlossener beruflicher Tätigkeit als Jurist in der Malerei, der Musik (dem Cellospiel), dem Leben auf dem Lande und bei meiner Frau, einer Ärztin, mit der ich schon 25 Jahre verheiratet bin. (Ich bin aber auch seit 6 Jahren erster Vorsitzender des Vereins "Tegel bleibt offen e.V.", dem es nicht nur um die Offenhaltung von TXL geht, sondern in erster Linie um die Wahrung basisdemokratischer Rechte der Berlinerinnen und Berliner.)

Welches Sternzeichen haben Sie?
Typischer "Zwilling": himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, stark emotional, humanistisch, politisch interessiert, europäisch, naturliebend, kreativ…

Mit welchen drei Worten würden Sie sich beschreiben?
Wie vor.

Was machen Sie leidenschaftlich gerne?
Malen, schreiben, musizieren, essen, lesen, diskutieren, mich sozial engagieren, die "Welt verbessern und verteidigen"

Welche Schwächen haben Sie?
Keine - nein, das streichen wir. Also: Manchmal ein wenig zu emotional und auch zu anspruchsvoll.

Was bringt Sie zum Lachen?
Ein guter Witz, eine fröhliche Stimmung, mein Herz.

Was war der lustigste Moment in diesem Jahr?
Der lustigste Moment in diesem Jahr war die Entscheidung der SPD, sich an der neuen großen Koalition zu beteiligen - in der Hoffnug, dadurch wieder ein eigenes Profil zu bekommen.

Kochen Sie gern? Wenn ja, was am liebsten?
Ja, tue ich - hat aber meine Frau weitgehend übernommen. Ich liebe – auch – einfache Gerichte, alles, was ostpreußische Attitüden hat (also süß-sauer ist) und ich liebe Austern, die ich während meiner zehnjährigen Zeit in Frankreich (2002 bis 2012) in Maßen genossen habe, die an den Konsum von Ludwig XIV. oder auch Casanovas heranreichen (letzteres allerdings ohne vergleichbare Absichten oder auch Wirkungen).

Was würden Sie drei Tage lang ohne Strom machen?
Eine Kerze anzünden, in mich gehen und schreiben oder träumen.

Was ist Ihr Lieblingszitat?
Mein Lieblingszitat ist "Trau, schau, wem" - das ist eine bestimmte Lebenserfahrung und ein sehr guter Rechtssatz aus dem Mittelalter. Aber auch "audiatur et altera pars". Und dann, natürlich, Goethes Dogma: "Edel sei der Mensch, hilfreich und gerecht, denn (und das ist das Wichtige daran), das unterscheidet ihn von allen Lebewesen, die wir kennen."

Was wird Ihnen die Zukunft bringen?
Meine Zukunft ist begrenzt (ich bin inzwischen fast 74 Jahre alt). Aber ich erwarte noch ein paar gute Jahre in meinem Landhaus am Kummerower See (Frankreich ist mir inzwischen zu weit entfernt von Berlin, das ich liebe) mit viel Malerei, Musik… s.o.!

Nach oben ↑